21. September 2020
Alles war klar: 547 Holzmasten mit schmiedeeisernen Auslegern und in den Ortschaften Mauerrosetten mit Schalldämpfern an den Häusern sowie 41 Gittermasten, sodann drei geschlossene und zwei offene Motorwagen mit 14 Sitz- und 8 Stehplätzen. Das Elektrizitätswerk Schwyz hätte den 3-Phasen-Wechselstrom zu ‚7’600 Volts und 40 Cyclen’ geliefert. Aber niemand zwischen Weggis und Brunnen wollte diese Trolleybuslinie. „Solch ein elektrisches Ungetüm“ passte noch nicht in jene Zeit....

10. September 2020
1378 verfügte noch die Abtei Pfäffers über Kirchensatz, Zehnten und Rechte der Gemeinde Weggis. Heinrich von Moos kaufte sie ab und verkaufte sie weiter an Weggis. Bereits 1431 war Weggis beinahe eine freie Gemeinde, nur die Hoheitsrechte fielen Luzern zu. Vierzig Weggiser weigerten sich jedoch, Luzern den Eid zu leisten, weshalb sie als Geiseln abgeführt wurden. Die kleine Republik Weggis anerkannte letztendlich die Hoheitsrechte des Standes Luzern. Knapp drei Jahrhunderte später,...

08. September 2020
Der aus dem appenzellischen Bazenheid stammende Eduard Schweizer alias Eduard Spelterini startete am ersten August 1900 von Rigi-First aus mit seinem Ballon. Über die Ballonfahrt schrieb sogar der französische „Le Figaro“. Es sei ihnen von Rigi First telegrafiert worden, dass der Ballon „Jupiter“ bei bestem Wetter und begleitet von enthusiastischem Applaus um 13.35h in die Lüfte abgehoben sei. Ihr Mitarbeiter Emile Gautier sei einer der beiden Passagiere. Es sähe nach einer...

08. September 2020
Die französische Starpianistin Hélène Grimaud kaufte 2005 ein Haus in Weggis. Auch wenn sie kaum zwei Nächte im Monat zuhause sein konnte, fühlte sie sich hier sehr wohl. In einem Interview mit der Financial Times im Juni 2011 erwähnte sie, dass ein perfektes Wochenende für sie Weggis mit ihrem Partner Mat Hennek bedeuten würde. Weggis und die Aussicht auf die Berge seien für sie eine Möglichkeit aufzutanken, was sie als „Force tellurique“ bezeichnete. Sie gehe gerne ins...

23. August 2020
Der Winterthurer Architekt Friedrich Albrecht publizierte 1859 in der „Schweizerischen Polytechnischen Zeitschrift“ detailliert seine Ideen für eine Luftbahn auf die Rigi. Ein paar technische Geheimnisse behielt er aus unternehmerischen Gründen für sich. Luftballone sollten wie Lokomotiven in seitlichen Schienen geführt von Immensee auf die Rigi-Kulm gelotst werden. Unter dem Luftballon wäre eine Gondel für maximal 20 Personen angebracht gewesen. Und da 10 Luftballone...

23. August 2020
Seit Schlickes „Handbüchlein für Reisende“ (1855) wurde den Rigi-Touristen wärmstens empfohlen, an den Alpfesten teilzunehmen. So wurde beispielsweise im Klösterli am Magdalenentag ein richtiges Alpfest für Alle veranstaltet: Wettspringen, Zielschiessen mit Flinte und Bogen sowie Steinstossen. Auf der Terrasse des Grandhotels Kaltbad fand jeweils ein Schaumelken mit Kühen und Ziegen statt. Ebenso gehörte der Besuch einer Alphütte von Beginn weg zum Unterhaltungsprogramm. Als die...

17. August 2020
Rosa Dahinden wurde ehrfürchtig ‚weiblicher Columbus der Rigi‘ genannt. Sie war es, die den Rigi-Wintertourismus erfand. Aber sie musste kämpfen: Ohne Bahn kein Wintertourismus. Und die Bahn zeigte partout kein Interesse an der Erschliessung der Rigi im Winter. Rosa Dahinden reiste deshalb nach Luzern und bot wichtige Persönlichkeiten auf, um für sie den Weg bei der Bahn zu ebnen. Als Rosa Dahinden - ohne die Rigibahn zu informieren - die Zeitung schreiben liess, dass ab 31. Januar bis...

17. August 2020
Die Sehnsucht nach der Braut war zu gross. Er wagte zuviel, und die beiden sahen sich nie wieder. Von vorne: Am Freitagabend, den 11. Oktober 1968, verpasste der Soldat Peter Zurmühle die Neunuhr-Seilbahn. Seine Braut Trudi Wicker, die damals als Köchin im Restaurant Rigi First arbeitete, wartete wie abgemacht auf ihn im Kaltbad. Schnelle Handynachrichten waren damals noch nicht möglich, deshalb versuchte es Peter Zurmühle mit folgender Variante: Er wusste, dass zehn Minuten nach neun Uhr...

04. August 2020
Der Baubeginn sei ein Tag zu spät begonnen worden. Für Ida Renggli bedeutete dies, mehr als sechs Jahre mit dem eigentlichen Baubeginn zu warten. Erst als ihr Anwalt seine letzte Waffe einsetzte, nämlich den Beobachter einzuschalten, begann sich die Luzerner Verwaltung eines Besseren zu besinnen. Allerdings bedurfte es zwischendurch noch einer gehörigen Rüge durch das Bundesgericht. Und dies nicht nur einmal. Nein, drei Luzerner Entscheide wurden vom Bundesgericht als willkürlich...

04. August 2020
Seit 1964 gehört der Rigiblick „uns“, und zwar hälftig der Korporationsgemeinde Weggis und hälftig der Einwohnergemeinde Weggis. Sie waren überzeugt, dass der Rigiblick als Naherholungsgebiet für Weggis gesichert werden müsse, denn während nahezu einem Jahrhundert war er Spekulationsobjekt. Als 1882 der Bau des Gothardtunnels begann, war sich die Schweizerische Gotthardvereinigung noch nicht im klaren, ob sie die Gotthardbahn über Küssnacht, Weggis nach Brunnen oder über Arth...

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