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Schaffhauser Munotglöggli - in Weggis komponiert

"Auf des Munots altem Turme schau hinaus ich in die Nacht“ beginnt das berühmte Lied „Munotglöggli“. Wem in der Zentralschweiz „Munot“ nichts sagen soll, dem sei ein lohnenswerter Ausflug nach Schaffhausen ans Herz gelegt. Die monumentale Zirkularfestung Munot gilt als Wahrzeichen Schaffhausens. Das Lied hat zudem einen direkten Bezug nach Weggis. Gedichtet wurde es 1911 von Dr. Ferdinand Buomberger (1874 bis 1946) - und zwar in Weggis. Er kam nach zahlreichen beruflichen Stationen nach Weggis und blieb bis zu seinem Lebensende. Er war unter anderem Direktor des Statistischen Amtes Kt. Freiburg, Dozent, Graphologe, Sekretär des Christlichsozialen Arbeiterverbandes, Journalist und Redakteur als Verantwortlicher für die Zeitung Morgen. Der romantische Text für das Munotglöggli entstand wegen dem wehmütigen Klang der Munotsglocke. Allerdings war der Grund für diesen wehmütigen Klang weniger romantisch. Denn über all die Jahre hinweg entstand wetterbedingt ein ansehnlicher Riss in der Glocke, weshalb sich der Ton ins „Wehmütige“ veränderte. 2002 wurde der 2 Meter lange Riss allerdings behoben. Das Lied blieb stets ohne Makel und wird heute noch von Jung und Alt gesungen. Nur die wenigsten wissen es: Entstanden in Weggis…

Inventarnummer 12725, K076 / Karin Bernath

Bild: http://www.weinlandnet.ch/_weinlandnet/sehenswuerdigkeiten/Munot.html vom 12.3.2021