Rachmaninoff: Heute weisse Handschuhe oder Säge?

Rachmaninoff liebte Hertenstein. Er sagte 1931 zu seinem künftigen Nachbarn, dem Gemüsebauer Ernst Zurmühle „Wissen Sie auch, dass Sie am schönsten Ort auf der ganzen Welt zuhause sind“? Rachmaninoff erwarb von der Familie Zurmühle (Postunen) ein ansehnliches Stück Land mit Seeanstoss. Er bewohnte das Gärtnerhaus, während die Villa Senar (SErgej NAthalie RAchmaninoff) entstand. Und er liess es sich nicht nehmen, selber zur Säge oder Schaufel zu greifen. Ihm war auch der Garten sehr wichtig, weshalb er mit dem Gärtner Herrn Dové von Ebikon die Bepflanzung im Detail besprach. In einem Interview mit dem Weggiser Pianisten und Komponisten John Wolf Brennan beschrieb der betagte Ernst Zurmühle 1982 Rachmaninoff wie folgt: „1931 kam Rachmaninoff zum ersten Mal hierher, in einem Ford „Lincoln“, den ihm Henri Ford persönlich geschenkt hatte…. Kontakt  mit der Bevölkerung hatte er sonst kaum. Stundenlang hörte ich ihn Tonleitern üben, tagtäglich besorgten Hausangestellte die Einkäufe, und seine Frau Nathalie war seine „Managerin“…. Er strömte viel Adel, Vornehmheit, Etikette aus, und trug auch immer weisse Handschuhe“. 1939 verliess Sergej Rachmaninoff Hertenstein Richtung USA.

 

Inventarnummer 13013, K082; Bild: Broschüre 'Villa SENAR'. Serge Rachmaninoff Foundation. 206, S. 12 / Karin Bernath