Widerspenstige Weggiser

1378 verfügte noch die Abtei Pfäffers über Kirchensatz, Zehnten und Rechte der Gemeinde Weggis. Heinrich von Moos kaufte sie ab und verkaufte sie weiter an Weggis. Bereits 1431 war Weggis beinahe eine freie Gemeinde, nur die Hoheitsrechte fielen Luzern zu. Vierzig Weggiser weigerten sich jedoch, Luzern den Eid zu leisten, weshalb sie als Geiseln abgeführt wurden. Die kleine Republik Weggis anerkannte letztendlich die Hoheitsrechte des Standes Luzern. Knapp drei Jahrhunderte später, nämlich1802, wollten es die Weggiser nochmals wissen. Sie planten einen Staatsstreich. Unter dem Kommando von Kajetan Schilliger marschierten sie mit Stöcken bewaffnet nach Luzern, besetzten das Rathaus und warfen den Regierungsstatthalter ins Gefängnis. Allerdings: Schall und Rauch. Innert kürzester Zeit war wieder die alte Ordnung hergestellt.

Inventarnummer 111001; vgl. „Cheschtene und Fiige“. Offizielle Festschrift zum 100 Jahre-Jubiläum des Kur- und Verkehrsvereins Weggis 1893 - 1993. Weggis, 2005, 2. Auflage, S. 9; Eichhorn Karl. Der Vierwaldstättersee. Luzern. Räder & Cie., 1907. S. 47ff., Altes Schulhaus; Bildnachweis https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/007382/2018-02-07/ vom 9.9.2020 / Karin Bernath